Kooperationen und Forschungsverbünde

Für seine Forschungsprojekte kann das RGZM einerseits auf ein hauseigenes Wissensfundament zurückgreifen, ist aber andererseits über zahlreiche Kooperationsverträge auch fest in ein weltumspannendes archäologisches Forschungsnetz eingebunden. Seine klare internationale Ausrichtung wird ergänzt durch nationale Kooperationen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und anderen Institutionen (z.B. Behörden im Rahmen des Kulturgüterschutzes). Eine besonders wichtige Rolle spielen u. a. die Vernetzung im Rhein-Main-Gebiet und der Austausch mit anderen Leibniz-Forschungsmuseen und -instituten.

Besonders eng ist das RGZM mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) verbunden. Die gemeinsamen Berufungen sowie die vielfältige Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Lehre und der gemeinsamen Nutzung von Infrastrukturen wurden 2014 durch einen neuen Kooperationsvertrag nachhaltig konsolidiert.
Mit dem i3mainz – Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik der HMZ ist das RGZM durch eine langjährige Kooperation strukturell und personell verbunden. Gemeinsame Arbeitsfelder sind die geometrische Dokumentation von Funden und Befunden sowie die Verarbeitung, Analyse und Präsentation von Daten mit Raumbezug.
Zum Leibniz-Forschungsnetzwerk „Integrierte Erdsystemforschung“ (iESF) haben sich Leibniz-Institute, -Zentren und -Forschungsmuseen unterschiedlicher fachlicher Disziplinen zusammengeschlossen. Das Netzwerk stellt sich die Aufgabe, für die Gesellschaft handlungsrelevante Erkenntnisse über die Menschen im Erdsystem zu gewinnen. Vor allem die planetaren Grenzen des Erdsystems sollen bestimmt und daraus nachhaltige Entwicklungspfade abgeleitet werden. Das Netzwerk erarbeitet dazu innovative Grundlagen der integrierten Erdsystemforschung.
Der Leibniz-Forschungsverbund „Wert der Vergangenheit“ untersucht in transdisziplinärer und internationaler Perspektive, welche Werte und Wertekonkurrenzen der Bewahrung des Kultur- und Naturerbes und den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen über die Vergangenheit zugrunde liegen.
Im Kompetenzzentrum Bildung im Museum haben sich die acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft mit vier Bildungsforschungseinrichtungen aus dem Leibniz Forschungsnetzwerk Bildungspotenziale (LERN) sowie der TU München zusammengeschlossen mit dem Ziel, empirische Bildungsforschung zu Museen als informelle Lernorte und Besucher*innenforschung gemeinsam voranzubringen.
Ziel des »Leibniz-WissenschaftsCampus - Byzanz zwischen Orient und Okzident - Mainz/Frankfurt« ist es, eine breite Plattform für interdisziplinäre Byzanzforschung institutionell zu etablieren. Beteiligt sind neben der Byzantinistik und der Christlichen Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte sämtliche Fächer, die zur Erforschung des Byzantinischen Reichs und seiner Kultur beitragen. Der WissenschaftsCampus Mainz/Frankfurt fördert die Integration der zersplitterten Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit Byzanz befassen. Er ermöglicht themenorientierte, multidisziplinäre, historisch-kulturwissenschaftliche Forschung unter einem Dach und bewirkt durch einen gemeinsamen Auftritt der Byzanzforschung eine bessere Sichtbarkeit dieses Fachgebiets.
Zur verstärkten Erforschung der Antike schmieden das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM), die Universität Trier und die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) eine neue strategische Allianz. Gegenstand von FoRuM ist die Zusammenarbeit der Partner bei der Erforschung der römischen Archäologie und der maritimen Antike.
Das RGZM ist Gründungsmitglied des Mainzer Zentrums für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften, kurz mainzed. mainzed ist eine gemeinsame Initiative von sechs wissenschaftlichen Einrichtungen zur Förderung digitaler Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften am Standort Mainz mit dem Ziel, ein Mainzer Profil zu entwickeln.
Das RGZM unterhält nicht nur Kooperationen mit Einrichtungen in vielen Mitgliedstaaten der EU, sondern auch weit darüber hinaus. Diese Zusammenarbeit hat auch zur Begründung ständiger regionaler Forschungskooperationen und zur Einrichtung von Außenstellen im Ausland geführt.