Leibniz-Forschungsverbund "Wert der Vergangenheit"

Ob Denkmalstürze, Aufarbeitungsskandale, vergangenheitspolitische Revisionsforderungen, Restitutionskonflikte oder Debatten über den Epochencharakter des Anthropozäns und den Verlust der Biodiversität: Die Frage nach dem „Wert der Vergangenheit“ nimmt einen immer größeren Raum in der gesellschaftlichen Selbstverständigung ein.

Der im September 2021 gestartete Leibniz-Forschungsverbund „Wert der Vergangenheit“ untersucht Wertbildungsprozesse ebenso wie Wertekonkurrenzen in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen über die Vergangenheit. Er fragt nach dem Stellenwert der Vergangenheit für Gesellschaften in Geschichte und Gegenwart, er reflektiert den Orientierungswert, der der Vergangenheit beigemessen wird, und er analysiert mit dem Wertehaushalt die historisch fundierten Grundüberzeugungen von Gesellschaften, Gruppen und Milieus.

Mit diesem Leibniz-Forschungsverbund schaffen die beteiligten 21 Leibniz-Institute und Leibniz-Forschungsmuseen einen zentralen Ort für metahistorische, geschichtskulturelle und museologische Grundlagenreflexion. Sie verknüpfen ihre Forschungen im Bereich der Geschichts- und Kulturwissenschaften sowie historisch arbeitender Disziplinen in den Sozial- und Umweltwissenschaften.

Der neue Verbund knüpft an die Arbeit des Leibniz-Forschungsverbundes »Historische Authentizität« an.

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