Arbeitsbereich »Ausstellung«

 

Die Dauerausstellung des RGZM im Kurfürstlichen Schloss bestand ursprünglich aus den drei Abteilungen Vorgeschichte, Römerzeit und Frühmittelalter. Sie gaben aus den Sammlungen des RGZM heraus im Sinne einer Studiensammlung einen Überblick über die Kulturgeschichte von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter. Vom alten Ägypten bis ins wikingerzeitliche Skandinavien, von Vorderasien bis nach Spanien reichten die betrachteten Räume. Die alten Ausstellungen sind wegen des bevorstehenden Umzugs im Jahr 2021 und den dafür notwendigen Arbeiten an der Sammlung derzeit geschlossen.

Die neue Dauerausstellung im Neubau

Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Mitarbeiter*innen aus Archäologischer Forschung, Restaurierung und Grafik hat gemeinsam ein inhaltliches und didaktisches Konzept für eine neue Dauerausstellung erarbeitet, die ab 2023 im Neubau des RGZM zu sehen sein wird. Diese Ausstellung wird dem Kern der RGZM-Archäologie Rechnung tragen und eine wesentliche Schnittstelle zwischen den Forschungen des RGZM und der Gesellschaft sein. Sie fasst Objekte als Resultat von Handlungen auf und widmet sich den Fragen: Was verbindet uns Menschen über Zeiten, Räume und Gesellschaften hinweg? Und warum handeln wir dennoch so unterschiedlich?

Interventionen

Mit »Interventionen« haben wir Ideen, die aus der Arbeit für die neue Dauerausstellung entstanden sind, erprobt und unserem Publikum zugleich aufgezeigt, wie das RGZM seine Forschung und Vermittlung in Zukunft ausrichtet: Mit dem weit in die Vergangenheit zurückreichenden Blick der Archäologie wollen wir ein tief gehendes Verständnis für Regelwerke und Wertesysteme des menschlichen Zusammenlebens schaffen. In ihrer Begegnung mit der Vergangenheit sollen die Besucherinnen und Besucher Erfahrungen gewinnen, die ihr Leben im Hier und Jetzt bereichern.

Die erste Intervention »Codes der Macht. Mit 16 auf den Thron« bot 2015/16 ganz neue Perspektiven auf einen altbekannten Fund – auf das Grab des Frankenkönigs Childerich I. († 481/82). Wie Machtwechsel, Machterhalt, Machtdemonstration und -legitimation funktionieren, war das Thema dieser Ausstellung.

Mehr Informationen: www.codes-der-macht.de.

Mit der zweiten Intervention »Ein Stück Heimat« wurden im Rahmen des Aktionsplans Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft 2019/20 neue Wege der Partizipation beschritten. Bürgerinnen und Bürger haben sich mit ihrem eigenen »Stück Heimat« beteiligt und dieses in eine Pop-Up-Ausstellung eingebracht, die an ungewohntem Ort zu sehen war: im Foyer des Kleinen Hauses im Staatstheater Mainz. Gegenstand dieser Ausstellung war, wie sich ideelle Werte und Emotionen an Objekte binden und wie diese Objekte in unserem Leben Wirksamkeit entfalten.

Mehr Informationen: Pop-Up-Ausstellung »Ein Stück Heimat«.

Mit Mitteln des Aktionsplans Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft wurde im Museum für Antike Schifffahrt des RGZM auch das Mixed Reality Open Lab eingerichtet, das Möglichkeiten der Virtual Reality im Museum erprobt. Besucher*innen können mithilfe einer VR-Brille ein römisches Schiffswrack auf dem Meeresgrund erkunden.

Mehr Informationen: Mixed Reality Open Lab

Zweiter Aktionsplan Forschungsmuseen

Im Rahmen eines zweiten Aktionsplans Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft soll das Museum für antike Schifffahrt in den kommenden Jahren modernisiert werden.