Themenwoche: Restaurierung am RGZM 

Abformung des sogenannten Tassilokelches (unterer Teil). Foto: RGZM / R. Müller.

Tassilokelch mit den niellierten Bildnissen Christi, der Evangelisten und anderer Heiliger sowie mit anglokarolingischer Tier- und Pflanzenornamentik. Foto: RGZM / V. Iserhardt.


12.09.2018, 18:15

RGZM | Römisch-Germanisches Zentralmuseum
im Kurfürstlichen Schloss
Ernst-Ludwig-Platz 2
55116 Mainz


Die Herstellung einer galvanoplastischen Kopie des Tassilo-Kelches - Von der Abformung bis zur fertigen Kopie

Ein Vortrag von Heidrun Hochgesand und Leslie Pluntke anlässlich der ersten Themenwoche „Restaurierung am RGZM“.

3,05 Kilo schwer und 25,5 Zentimeter hoch ist der sogenannte Tassilo-Kelch, ein Zentralwerk karolingischer Goldschmiedekunst. Er ist nach dem bayerischen Herzog Tassilo III benannt und stammt aus der zweiten Hälfte des 8. Jh. n. Chr. Die genaue Entstehungsgeschichte des Kelches ist unklar. Der vergoldete und reich dekorierte Kupferkelch wurde möglicherweise von Tassilo anlässlich der Gründung des Benediktinerklosters Kremsmünster in Oberösterreich gestiftet, in dessen Besitz sich das kostbare Gefäß auch heute noch befindet.

2016 wurde der Kelch in unseren Restaurierungswerkstätten im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojektes untersucht. Außerdem sollte eine Kopie des Kelches hergestellt werden. Wie die Kopie eines so reich verzierten Objektes gelingt und was wir unter einem galvanoplastischen Verfahren verstehen, erklären unsere Restauratorinnen Heidrun Hochgesand und Leslie Pluntke in ihrem Vortrag anlässlich der Themenwoche Restaurierung am RGZM.

Die neuen Erkenntnisse, die unsere Forschungen erbringen konnten, stellen Ihnen an einem 2. Termin Stephan Patscher, Restaurator am RGZM, und Dr. Egon Wamers, ehemaliger Direktor des Archäologischen Museums in Frankfurt, vor:

Mittwoch, 7. November 2018, 18.15 Uhr
Tassilokelch, oder warum ich Wein so ungern direkt aus der Flasche trinke…
Ein Vortrag von Stephan Patscher und Dr. Egon Wamers

Themenwochen: Restaurierung am RGZM

Anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres "Sharing Heritage" veranstaltet das RGZM zwei Wochen lang Veranstaltungen rund um das Thema Restaurierung: In Vorträgen, Werkstattführungen, After Work-Veranstaltungen im Museum für Antike Schiffahrt und Familiensonntagen zeigen wir Ihnen, welche Rolle die Restaurierung bei der Erschließung von Objekten als historische Quelle spielt. Die Veranstaltungen werden gefördert vom Aktionsplan Leibniz-Forschungsmuseen.

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