Entstehung einer Industrielandschaft: Das antike Steinbruch- und Bergwerksrevier zwischen Eifel und Rhein

Das Projekt befasst sich mit einem der großen frühen Bergbaureviere für mineralische Rohstoffe in der Alten Welt – der Osteifel. Vulkanische Gesteine und tertiäre Tone bilden wertvolle Rohstoffe zur Herstellung von Mühlen, Bausteinen und Gebrauchskeramik. Die historische Bedeutung dieses Wirtschaftsraums gründet in Dauer und Umfang des Exports: Seit der spätkeltischen Epoche bis heute werden Produkte der Region in großem Stil in weite Teile Europas verhandelt.

Das wissenschaftliche Potenzial liegt in der außergewöhnlich guten Quellenbasis: Trotz tiefgreifender Landschaftsveränderungen durch die moderne Stein- und Erdenindustrie sind hier technikgeschichtliche Denkmäler, allen voran alte Steinbrüche und Bergwerke, von internationaler Bedeutung erhalten geblieben. Auch eignet sich das Revier für einen integrierten Forschungsansatz: Den wirtschafts- und technikorientierten Kernthemen Abbau, Produktion und Handel sowie Mühlentechnik, Keramikproduktion und Bauwesen stehen von archäologisch-historischer Seite die Themen Landnutzung, Bevölkerungsstruktur und -entwicklung, Migration sowie Siedlungsgenese und Siedlungsentwicklung gegenüber. Daraus ergeben sich folgende Schwerpunkte: