Bis 23. September abstimmen! 



Let’s play: Vierzehn Prototypen für Museumsspiele

Skurrile Objekte und fantastische Spielideen: Während unseres A MAZE. Museum Online Game Jams "A World in Motion" haben Teams aus 12 Ländern 14 kreative und spannende museumsübergreifende Spielideen entwickelt. Testet die Spiele und liket eure Favoriten!

Im „Museum of Touch“ die Ausstellungsstücke ertasten, ein Monster aus Museumsobjekten bauen oder den Alien „Blob“ auf der Suche nach Hilfsmitteln zur Raumschiffreparatur durch eine stillgelegte Mine begleiten – mit diesen und weiteren kreativen Spielideen lassen sich die Leibniz-Forschungsmuseen und deren Objekte einmal ganz anders entdecken.

Aus Brasilien, Indonesien, Italien und neun weiteren Ländern kamen Spielentwicklerinnen und -entwickler virtuell zum A MAZE. Museum Online Game Jam zusammen. Innerhalb von 48 Stunden kreierten sie gemeinsam mit den Leibniz-Forschungsmuseen vierzehn Online-Game-Prototypen. Die besondere Herausforderung bestand darin, dass die Spiele eine Verbindung zwischen den unterschiedlichen Museen und ihren Objekten aus Natur-, Kultur- und Technikgeschichte herstellen sollten. Es war eine faszinierende, kreative und äußerst produktive Atmosphäre, so die Teilnehmenden. Der Online Game Jam fand Ende Juli im Vorfeld vom A MAZE./Berlin 2021, dem 10. Internationalen Games und Playful Media Festival, statt.

Die Jammenden suchten sich im Austausch mit Mentorinnen und Mentoren der Forschungsmuseen Objekte aus deren digitalen 3D- und 2D-Sammlungen und bauten diese in ihre Spielwelten ein. Die Geschichten hinter den teils skurrilen Apparaturen und Tieren sind der Schlüssel, um zum Beispiel in dem Spiel „Murder Mystery Collage“ herauszufinden, was die Mordwaffe sein könnte. So erhalten die Museumsobjekte eine neue Bedeutung und Anziehungskraft. Auf der Website der Leibniz-Forschungsmuseen lassen sich die Spiele  in kurzen Teaser-Videos entdecken und selbst ausprobieren: www.leibniz-forschungsmuseen.de/gamejam.

Spannend für die Forschungsmuseen ist es, nun zu sehen, welche Spielideen das Onlinepublikum am meisten begeistern.

Auf der Website der Forschungsmuseen oder direkt über den folgenden Link können die Games getestet und bis zum 23. September mit „Likes“ für die Favoriten gestimmt werden:

https://padlet.com/leibnizgemeinschaft/MuseumOnlineGames


Das Entwickeln eines Museums-Games war selbst schon ein Spiel – und zwar ein richtig gutes, meinte Anna Dohy, Spieledesignerin und -entwicklerin bei Pixblicity in Utrecht, beim Talk „Playful Museums“. Dieser fand im Anschluss des Game Jams auf dem A MAZE. Festival statt und ist online auf der Website der Forschungsmuseen verfügbar:

www.leibniz-forschungsmuseen.de/aktivitaeten/talk-playful-museums.

Von Museumsseite hieß es dazu: „Wir wussten im Vorfeld nicht, ob es uns gelingen würde die gleiche Sprache zu sprechen. Doch die Offenheit, mit der uns begegnet wurde, war wirklich faszinierend“, berichtete Dominik von Roth, Game Jam Mentor aus dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und ebenfalls Sprecher beim Talk „Playful Museums“.

„Der gemeinsame Nenner ist, ein Stück weit loszulassen und das Lernen wir als Museen gerade erst“, erläutert Diana Modarressi-Tehrani, Stabsstellenleiterin Wissenschaftsmanagement im Deutschen Bergbau-Museum Bochum, während des Talks.

Die vielfältigen Eindrücke, neuen Kontakte und Erfahrungen aus dem Game Jam nehmen die Museumsmitarbeitenden mit, um sich künftig dieser Herausforderung besser stellen zu können.