Forschungen zur Urgeschichte aus dem Tagebau von Schöningen, Band 3. Ausschnitt. Foto: Verlag des RGZM.

Forschungen zur Urgeschichte aus dem Tagebau von Schöningen, Band 3. Foto: Verlag des RGZM.



Neuerscheinung: Die Pflanzen von Schöningen

Neuer Band aus der Reihe "Forschungen zur Urgeschichte aus dem Tagebau von Schöningen" erschienen.

Buchdaten

Gerlinde Bigga
Die Pflanzen von Schöningen Botanische Makroreste aus den mittelpleistozänen Ablagerungen und das Nutzungspotential einer interglazialen Paläoflora
Forschungen zur Urgeschichte aus dem Tagebau von Schöningen, Band 3 (2018)
318 Seiten, 81 meist farbige Abbildungen, 6 farbige Karten, 81 Farbtafeln
21 x 29,7 cm, Hardcover, fadengeheftet
ISBN 978-3-88467-290-7

Die Publikation ist open access erhältlich beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege.
Printversion: 68,- €  |  erhältlich über Schnell & Steiner.
Gerne können Sie die Publikation auch direkt bei uns unter vertrieb@rgzm.de bestellen. 

Inhalt

Die Speere von Schöningen belegen als die ältesten Jagdwaffen der Menschheit die Nutzung der Ressource Holz durch die Menschen vor etwa 300 000 Jahren. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine breite Artenvielfalt von Pflanzen für die Schöninger Jäger großes Nutzungspotential hatte von der Nutzung kohlenhydratreicher Wurzeln im Winter bis zur Medizinalpflanze. Gerlinde Bigga hat in ihrer hier vorgelegten Dissertation die Pflanzenfunde der Ausgrabungen von Schöningen auf ihr Nutzungspotential für den Menschen hin untersucht und zeigt die vielfältigen Ressourcen auf, die den Urmenschen zur Verfügung standen. Auch wenn für diese Forschungen archäologische Nachweise schwer zu erbringen sind, kann sie mit dem Rückgriff auf ethnologische Untersuchungen und Berechnung des Energieverbrauchs die Nutzung von Pflanzenressourcen aufzeigen. Ihre Arbeit ist ein wichtiger Baustein, um das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Natur zur Zeit der Schöninger Speere besser zu verstehen und die damaligen Menschen nicht nur als Jäger kennenzulernen.