Presseinformation | 7. Juli 2022 



Ab sofort open access: Waffenweihungen in griechischen Heiligtümern

Große Materialmengen – zahlreiche Gattungen: Das beschreibt die Herausforderungen recht gut, denen sich Wissenschaftler:innen bei der Untersuchung griechischer Weihgaben stellen müssen. In seiner Monographie untersucht Holger Baitinger mehr als 130 Heiligtümer mit Waffenfunden – und stützt sich dabei nicht nur auf archäologische Funde, sondern auch auf schriftliche und epigraphische Quellen. Herausgekommen ist ein umfassendes Kompendium einer wichtigen Votivsitte der griechischen Antike, das ihr ab sofort online bei Propylaeum eBOOKs durchstöbern könnt.

Bei Ausgrabungen in bedeutenden griechischen Heiligtümern wie Olympia oder Delphi wurden große Mengen an Waffen und Rüstungsstücken aus dem 8. bis 4. Jahrhundert v. Chr. gefunden. Sie gelten als Beutestücke, die griechische Stadtstaaten nach siegreichen Schlachten den Göttern gestiftet haben.

Im vorliegenden Band wird die Sitte der Waffenweihungen in der griechischen Welt zwischen Sizilien und Zypern zusammenfassend untersucht. Mehr als 130 Heiligtümer mit Waffenfunden bilden die Basis der Auswertung, in die auch schriftliche und epigraphische Quellen Eingang gefunden haben. Somit wird der Band zum umfassenden Kompendium einer wichtigen Votivsitte der griechischen Antike.

Buchdaten

Holger Baitinger
Waffenweihungen in griechischen Heiligtümern
Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Band 94
1. Auflage 2011, ca. 184 Seiten mit 90 Abbildungen, 21 x 30 cm, Hardcover, fadengeheftet
ISBN 978-3-88467-174-0 (RGZM), € 35,– 
doi.org/10.11588/propylaeum.1083

Pressestelle des RGZM

Ebru Esmen M.A.
presse(at)rgzm.de 

Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM) | Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie

Das Römisch-Germanische-Zentralmuseum (RGZM) erforscht als Leibniz-Forschungsinstitut und -museum für Archäologie die materiellen Hinterlassenschaften aus 2,6 Mio. Jahren Menschheitsgeschichte. Ziel ist es, anhand archäologischer Funde und Befunde menschliches Verhalten und Handeln, menschliches Wirken und Denken sowie die Entwicklung und Veränderung von Gesellschaften aufzuzeigen und zu verstehen. Das RGZM ist weltweit tätig und betreibt bislang erfolgreich und umfassend Forschungen in verschiedenen Regionen Afrikas, Asiens und Europas, wobei ein geographischer Schwerpunkt auf Mittel- und Südeuropa sowie dem mediterranen Raum liegt. Die einzigartige Konzentration archäologischer, naturwissenschaftlicher, restauratorischer und informationstechnologischer Kompetenzen verbunden mit bedeutenden Werkstätten, Laboren und Archiven, erlaubt es dabei, objektorientierte Forschung zur Archäologie der Alten Welt (Asien, Afrika, Europa) von den Anfängen der Menschheitsgeschichte bis in die Neuzeit zu betreiben. In sechs interdisziplinären und zeitübergreifenden Forschungsfeldern werden grundlegende Fragen der Menschheitsgeschichte untersucht, die von der Evolution unseres Verhaltens bis hin zu komplexen gesellschaftlichen Systemen und Mensch-Umwelt-Beziehungen reichen. Der weit größte Teil der Menschheitsgeschichte ist uns nur über materielle Hinterlassenschaften und Spuren menschlicher Aktivität überliefert. Damit stellt dieses Vermächtnis die grundlegende Quelle des Wissens über unsere biologische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung dar.