Presseinformation | 9. September 2021 



Byzantinische oder byzantinisierende Raumgestaltungen kirchlicher Architektur im frühárpádenzeitlichen Ungarn

In dieser RGZM-Monographie widmet sich Autor Miklós Takács einer der »ewigen Fragen« der ungarischen Architekturgeschichte: „Folgten die Kirchenbauten des 11. Jahrhunderts im noch jungen Königreich Ungarn byzantinischen Vorbildern?“ Für seine Studien analysierte Takács neueste Grabungsdaten und untersuchte die Besonderheiten der Raumstruktur einzelner Bauten. Jetzt ist die Monographie auch online einsehbar.

Buchdaten

Miklós Takács

Byzantinische oder byzantinisierende Raumgestaltungen kirchlicher Architektur im frühárpádenzeitlichen Ungarn. Eine vergleichende Analyse auf Grundlage von Parallelen aus dem Balkan

Monographien des RGZM, Band 139
1. Auflage 2018, 296 Seiten mit 67 teilweise farbigen Abbildungen, 42 überwiegend SW-Tafeln, 21 x 30 cm, Hardcover, fadengeheftet
ISBN 978-3-88467-285-3
€ 55,– 

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Inhalt

Die Frage der »byzantinischen« Kirchen im frühárpádischen Königreich Ungarn gehört zu den zentralen Problemen der Archäologie und Historiographie Ungarns und all der Balkanstaaten, die auf dem Gebiet des ehemaligen Árpádenreichs entstanden sind. Eine sorgfältige Durchsicht der Kirchen unter Berücksichtigung ihrer Forschungsgeschichte zeigt jedoch, dass nur ein geringer Teil der aus teilweise nationalistischen Gründen als byzantinisch bezeichneten Kirchen tatsächlich Vorbilder in Byzanz hatten.

 

Pressestelle des RGZM 

Ebru Esmen M.A.
presse(at)rgzm.de
 

Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM) | Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie

Das Römisch-Germanische-Zentralmuseum (RGZM) erforscht als Leibniz-Forschungsinstitut und -museum für Archäologie die materiellen Hinterlassenschaften aus 2,6 Mio. Jahren Menschheitsgeschichte. Ziel ist es, anhand archäologischer Funde und Befunde menschliches Verhalten und Handeln, menschliches Wirken und Denken sowie die Entwicklung und Veränderung von Gesellschaften aufzuzeigen und zu verstehen. Das RGZM ist weltweit tätig und betreibt bislang erfolgreich und umfassend Forschungen in verschiedenen Regionen Afrikas, Asiens und Europas, wobei ein geographischer Schwerpunkt auf Mittel- und Südeuropa sowie dem mediterranen Raum liegt. Die einzigartige Konzentration archäologischer, naturwissenschaftlicher, restauratorischer und informationstechnologischer Kompetenzen verbunden mit bedeutenden Werkstätten, Laboren und Archiven, erlaubt es dabei, objektorientierte Forschung zur Archäologie der Alten Welt (Asien, Afrika, Europa) von den Anfängen der Menschheitsgeschichte bis in die Neuzeit zu betreiben. In sechs interdisziplinären und zeitübergreifenden Forschungsfeldern werden grundlegende Fragen der Menschheitsgeschichte untersucht, die von der Evolution unseres Verhaltens bis hin zu komplexen gesellschaftlichen Systemen und Mensch-Umwelt-Beziehungen reichen. Der weit größte Teil der Menschheitsgeschichte ist uns nur über materielle Hinterlassenschaften und Spuren menschlicher Aktivität überliefert. Damit stellt dieses Vermächtnis die grundlegende Quelle des Wissens über unsere biologische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung dar.