Pressemitteilung | 13. April 2020 

Buchcover: Byzanz zwischen Orient und Okzident Band 16 (Verlag RGZM).



Byzanz zwischen Orient und Okzident: Forschungsergebnisse jetzt vollständig im Open Access

Mainz/Frankfurt. Der Zugang zu online verfügbaren Forschungsressourcen ist gerade in der derzeitigen Situation für viele Wissenschaftler unverzichtbar, um noch arbeiten zu können. Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Deshalb werden alle Bände der Publikationsreihe Byzanz zwischen Orient und Okzident sofort im Open Access zugänglich gemacht. Bisher waren die Bücher erst ein Jahr nach Erscheinen der Printausgabe über das Portal Propylaeum online verfügbar. Ab April 2020 wird auf die Moving Wall verzichtet. Beginnend mit Band 16 erscheinen alle Bücher der Reihe nun sofort nach Auslieferung der Druckausgabe auch im Open Access.

BOO 16: M. Horn, Adam-und-Eva-Erzählungen im Bildprogramm kretischer Kirchen. Eine ikonographische und kulturhistorische Objekt- und Bildfindungsanalyse (Mainz 2020).

Die Bandnummern 14 und 15 sind nun ebenfalls im Open Access zugänglich:

BOO 14: M. Ritter, Zwischen Glaube und Geld. Zur Ökonomie des byzantinischen Pilgerwesens (4.-12. Jh.) (Mainz 2019).

BOO 15: N. Asutay-Effenberger / F. Daim (Hrsg.), Sasanidische Spuren in der byzantinischen, kaukasischen und islamischen Kunst und Kultur. Sasanian Elements in Byzantine, Caucasian and Islamic Art and Culture (Mainz 2019).

Die Bände 17 sowie 11-13 folgen in Kürze.

Pressekontakt RGZM

Christina Nitzsche
Tel.: +49 (0) 6131 / 9124-179, E-Mail: nitzsche(at)rgzm.de

Pressekontakt Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz/Frankfurt

Dr. Benjamin Fourlas
Tel.: +49 (0) 6131 / 9124-0, E-Mail: fourlas(at)rgzm.de 

Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM), Leibniz Forschungsinstitut für Archäologie

Das RGZM ist eine weltweit tätige Forschungseinrichtung für Archäologie mit Hauptsitz in Mainz sowie Nebenstellen in Mayen und Neuwied. 1852 vom Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine gegründet, ist es seit 1870 eine Stiftung des öffentlichen Rechts und seit 2002 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Derzeit richtet das RGZM seine Forschung neu aus. Der Beitrag, den archäologische Forschung mit ihrem weit zurück reichenden Blick für die Bearbeitung und Bewältigung von Problemstellungen des gegenwärtigen Menschen leisten kann, wird zukünftig noch mehr im Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit und deren Vermittlung stehen. Die Kompetenzen des RGZM liegen u.a. im Zusammenspiel von Restaurierung, Archäometrie, experimenteller und antiquarischer Archäologie. Die Forschungen erfolgen in einem internationalen und interdisziplinären Netzwerk. In mehreren Museen und breitgefächerten Publikationen aus dem eigenen Verlag vermittelt es seine Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit.

Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz/Frankfurt - Byzanz zwischen Orient und Okzident

Das Byzantinische Reich spielte bei der Entstehung des modernen Europa und des Vorderen Orient eine herausragende Rolle. Zwischen dem 4. und dem 12. Jahrhundert war es die Leitkultur, welche in allen Lebensbereichen Maßstäbe setzte und sämtliche Nachbarstaaten wesentlich beeinflusste. Byzanz bildete eine Brücke von der Antike in die Neuzeit und gleichzeitig von Europa in den Orient. In Gestalt der orthodoxen Kirche ist das byzantinische Erbe in vielen Staaten bis heute präsent. Trotz ihrer historischen Bedeutung fristet die Erforschung der byzantinischen Geschichte und Kultur in Deutschland ein Nischendasein, obwohl das byzantinische Element vor dem Hintergrund des europäischen Einigungsprozesses ein neues Gewicht bekommt.

Ziel des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz ist es, eine breite Plattform für interdisziplinäre Byzanzforschung institutionell zu etablieren. Beteiligt sind neben der Byzantinistik und der Christlichen Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte sämtliche Fächer, die zur Erforschung des Byzantinischen Reichs und seiner Kultur beitragen. Der WissenschaftsCampus fördert die Integration der zersplitterten Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit Byzanz befassen. Er ermöglicht themenorientierte, multidisziplinäre, historisch-kulturwissenschaftliche Forschung unter einem Dach und bewirkt durch einen gemeinsamen Auftritt der Byzanzforschung eine bessere Sichtbarkeit dieses Fachgebiets.