Pressemitteilung der Leibniz-Forschungsmuseen | 5. März 2021 



Eine Welt in Bewegung: Bildungsprojekt der Leibniz-Forschungsmuseen mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Mainz/Berlin. Die Leibniz-Forschungsmuseen sind auch in Zeiten von Pandemie und Lockdown außerschulische Lernorte. Das Bildungsprojekt „Eine Welt in Bewegung“ in Kooperation mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung öffnet die acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft für Schülerinnen und Schüler und will mit ihnen einen Blick auf Globalisierung und die sich daraus ergebenden Herausforderungen für die Museumsarbeit und Forschung werfen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft starten ein gemeinsames Bildungsprojekt „Eine Welt in Bewegung“, in dem es um die Auswirkungen der Globalisierung auf unser gesellschaftliches Leben sowie die Entwicklung einer Vision der Museumsarbeit von morgen geht. Das Projekt läuft von Mitte  März bis Mitte Juni 2021 und richtet sich an die Klassenstufen 7 bis 12.

Die Schülerinnen und Schüler wählen aus drei „Handlungskarten“ zu den Themen „Globalisierung im Alltag“, „Zukunft der Museen“ und „Herkunft der Objekte“ eine Herausforderung aus. So schlüpfen sie selbst in die Rolle von Forschenden und untersuchen beispielsweise die Herkunft von Objekten oder formulieren ihre eigenen Wünsche und Anforderungen an ihr Museum der Zukunft. Durch das Eintauchen in die Leibniz-Forschungsmuseen und die gleichzeitige Lektüre der F.A.Z. lernen die Teilnehmenden, wie Wissen zu unserer sich stets verändernden Welt erarbeitet, bewahrt, kommuniziert und diskutiert wird. Am Ende der Projektlaufzeit reichen die Schulklassen ihre Beiträge ein. Die besten Projekte werden prämiert und auf den Websites der Forschungsmuseen vorgestellt. Beim Wettbewerbsbeitrag sind der Phantasie der Teilnehmenden keine Grenzen gesetzt. Sie können eine eigene Ausstellungsidee gestalten oder auch Podcasts, Videos, Website-Inhalte oder ein anderes kreatives Format wählen.

Über das Schul- und Lehrerportal der F.A.Z. können Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler bis zum 21. März anmelden: www.fazschule.net/project/eine-welt-in-bewegung 

Seit 2021 entwickeln und gestalten die acht Leibniz-Forschungsmuseen in ihrem zweiten Aktionsplan gemeinsame Aktivitäten, Programme und Formate.

„Als Orte der natur- und kulturwissenschaftlichen Spitzenforschung, der wissenschaftsbasierten Sammlungen und des Dialogs mit der Öffentlichkeit nehmen Forschungsmuseen einen besonderen Platz in der Gesellschaft ein“, so der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Matthias Kleiner. „Ich freue mich, dass das gemeinsame Bildungsprojekt beweist, wie wandelbar unsere Museen sind, indem sie zeigen, dass trotz Pandemie und Lockdown bei ihnen kein Stillstand herrscht. Das Leibniz-F.A.Z-Bildungsprojekt vermittelt den Schülerinnen und Schülern die interessanten und vielfältigen Kernaufgaben der Forschungsmuseen: Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln. Damit schafft es auch Verständnis für die Arbeitsweise und Logik der Wissenschaft, was gerade heute besonders wichtig ist.“

„Vom Wissen zum Handeln ist unsere Prämisse sowohl im Bildungsprojekt, wie auch im Aktionsplan der Leibniz-Forschungsmuseen insgesamt“, betont Alexandra Busch, Generaldirektorin des Römisch-Germanischen Zentralmuseums – Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie und Sprecherin der Leibniz-Forschungsmuseen. „Wir wollen zeigen, dass Museen mit ihren Sammlungen, Ausstellungen und ihrer Forschung Werkstätte für die Zukunft sein können.“

Acht Leibniz-Forschungsmuseen – ein Aktionsplan

Die Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft sind Forschungseinrichtungen zur Erdgeschichte und Artenvielfalt, zur Kultur- und Technikgeschichte mit einem klaren gesellschaftlichen Auftrag. Sie ermöglichen lebendige Teilhabe an wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den zentralen Fragen unserer Gegenwart und stärken auf diese Weise den Aufbau einer demokratischen Wissensgesellschaft. Im Aktionsplan Leibniz-Forschungsmuseen entwickeln sie gemeinsam innovative Strategien, Aktionsräume und Programme. Aktivitäten finden dabei an den Museen und neuen Orten, analog und digital sowie einzeln, in Gemeinschaft und Kooperation mit externen Partnern statt. Das Ziel der Museen ist es, Austausch und Dialog über große globale Herausforderungen unserer Zeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern und breite Gesellschaftsschichten „barrierefrei“ anzusprechen. Bei gemeinsamen Aktivitäten erfolgt dies unter der Überschrift „Eine Welt in Bewegung“ zu den Themen Mobilität – Migration – Bewegung. Ermöglicht wird der Aktionsplan durch eine Sonderfinanzierung auf Beschluss des Bundestages vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Bundesländern, in denen die Forschungsmuseen ihren Sitz haben.
www.leibniz-forschungsmuseen.de
  

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft

 

Elisabeth Habisch
Aktionsplan Leibniz-Forschungsmuseen / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 / 20 60 49 - 655
habisch(at)leibniz-gemeinschaft.de 

Christoph Herbort-von Loeper
Pressesprecher / stellv. Leiter Kommunikation
Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort(at)leibniz-gemeinschaft.de 

Die Leibniz-Gemeinschaft

 

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 eigenständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen ‑ u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen knapp 21.000 Personen, darunter etwa die Hälfte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.
www.leibniz-gemeinschaft.de 
  

Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM), Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie

Das RGZM ist eine weltweit tätige Forschungseinrichtung für Archäologie mit Hauptsitz in Mainz sowie Nebenstellen in Mayen und Neuwied. 1852 vom Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine gegründet, ist es seit 1870 eine Stiftung des öffentlichen Rechts und seit 2002 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Derzeit richtet das RGZM seine Forschung neu aus. Der Beitrag, den archäologische Forschung mit ihrem weit zurück reichenden Blick für die Bearbeitung und Bewältigung von Problemstellungen des gegenwärtigen Menschen leisten kann, wird zukünftig noch mehr im Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit und deren Vermittlung stehen. Die Kompetenzen des RGZM liegen u.a. im Zusammenspiel von Restaurierung, Archäometrie, experimenteller und antiquarischer Archäologie. Die Forschungen erfolgen in einem internationalen und interdisziplinären Netzwerk. In mehreren Museen und breitgefächerten Publikationen aus dem eigenen Verlag vermittelt es seine Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit.