Pressemitteilung | 23. November 2020 

Angelika Wilhelm, kommissarische Leiterin der Archäologischen Restaurierungswerkstatt der hessenARCHÄOLOGIE, und Dr. Jörg Drauschke, Arbeitsbereichsleiter Sammlungen im RGZM, bei der Übergabe am 5. November 2020. © Lars Görze, Landesamt für Denkmalpflege Hessen

Die zweiteilige Kunstharzkopie der Röhrenkanne - fertig für den Transport nach Mainz ins RGZM. © Dr. Beate Leinthaler, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, hessenARCHÄOLOGIE

Gut und sicher verpackt gehen die Fundkopien vom Glauberg nach Mainz ins RGZM. © Lars Görze, Landesamt für Denkmalpflege



Kopien von Glauberg-Funden gehen ans RGZM

Mainz/Wiesbaden. Seit dem 5. November 2020 bereichern 85 Kunstharzkopien von Objekten aus zwei frühkeltischen Fürstengrabhügeln auf dem Glauberg (Wetteraukreis) die Sammlung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM), Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie. Sie sind eine Schenkung des hessischen Landesamts für Denkmalpflege, hessenARCHÄOLOGIE.

„Das Ensemble ist einmalig für die frühkeltische Zeit und gehört zu den international bedeutendsten Objekten dieser Epoche“, erklärt der RGZM-Sammlungsleiter Dr. Jörg Drauschke, der die Objekte Anfang November in Empfang nahm. „Die Kopien ergänzen wunderbar unseren Bestand an frühkeltischen Objekten, darunter solche, die aus anderen Prunkgräbern dieser Zeit stammen. Daher sind wir sehr glücklich, sie nun in unseren Bestand übernehmen zu können.“

Die Kunstharzkopien stammen von Funden aus dem Grabhügel 1 (Gräber 1 und 2) und dem Grabhügel 2 (Grab 3) vom Glauberg (Wetteraukreis), darunter auch die berühmte Röhrenkanne aus Grab 2. Die Schenkung erfolgte im Gegenzug für die kostenfreie Anfertigung von Galvanoplastiken der Goldobjekte aus den Gräbern vor 15 Jahren in den Mainzer Werkstätten. 

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Pressekontakt für das RGZM

Christina Nitzsche
Tel.: +49 (0) 6131 / 9124-179, E-Mail: nitzsche(at)rgzm.de


Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM), Leibniz Forschungsinstitut für Archäologie

Das RGZM ist eine weltweit tätige Forschungseinrichtung für Archäologie mit Hauptsitz in Mainz sowie Nebenstellen in Mayen und Neuwied. 1852 vom Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine gegründet, ist es seit 1870 eine Stiftung des öffentlichen Rechts und seit 2002 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Derzeit richtet das RGZM seine Forschung neu aus. Der Beitrag, den archäologische Forschung mit ihrem weit zurück reichenden Blick für die Bearbeitung und Bewältigung von Problemstellungen des gegenwärtigen Menschen leisten kann, wird zukünftig noch mehr im Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit und deren Vermittlung stehen. Die Kompetenzen des RGZM liegen u.a. im Zusammenspiel von Restaurierung, Archäometrie, experimenteller und antiquarischer Archäologie. Die Forschungen erfolgen in einem internationalen und interdisziplinären Netzwerk. In mehreren Museen und breitgefächerten Publikationen aus dem eigenen Verlag vermittelt es seine Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit.