Presseinformation | 2. Mai 2022 

Ausschnitt aus dem Buchcover.

Buchcover: The Homotherium Finds from Schöningen 13 II-4



Neuerscheinung im Open Access zu den Homotherium-Funden von Schöningen

Säbelzahnkatzen und andere große Raubkatzen sind für viele Menschen das Sinnbild eines gefährlichen Raubtiers. Nach der Entdeckung der ältesten Holzwaffen der Menschheit sind in der etwa 300 000 Jahre alten Fundstelle von Schöningen 2012 erstmalig auch die Überreste der europäischen Säbelzahnkatze entdeckt, dokumentiert und ausgegraben worden. Dieser Band basiert auf den Vorträgen eines 2015 veranstalteten Workshops. Er gibt einen Überblick über ein für die Entwicklung des Menschen entscheidendes Thema: Unser Zusammenleben mit großen Raubkatzen. 13 Beiträge beleuchten u.a. den fossilen Beleg der europäischen Säbelzahnkatze, die Frage ihres Aussterbens, Vergleiche zu heutigen Raubkatzen sowie die Rezeption und Beziehung von Menschen zu Raubkatzen.

Die Reihe „Forschungen zur Urgeschichte aus dem Tagebau Schöningen“ erscheint im Verlagsprogramm des Römisch-Germanischen Zentralmuseums. Die Bände stehen gleichzeitig mit Erscheinen auch online zur Verfügung. 

Alle Bände finden Sie hier.

Buchdaten

Nicholas J. Conard · Henning Hassmann · Kurt Felix Hillgruber · Jordi Serangeli · Thomas Terberger (eds)
The Homotherium Finds from Schöningen 13 II-4
Man and Big Cats of the Ice Age

Forschungen zur Urgeschichte aus dem Tagebau von Schöningen, Band 4
1. Auflage 2022, 216 Seiten mit 121 meist farbigen Abbildungen und 9 Farbtafeln, 21 x 30 cm, Hardcover, fadengeheftet
ISBN 978-3-88467-339-3

Bestellen Sie die Printausgabe für € 68,– per Mail an: verlag(at)rgzm.de 

Diese Publikation ist auf http://www.propylaeum.de dauerhaft frei verfügbar (Open Access).
DOI: https://doi.org/10.11588/propylaeum.1006 

Pressestelle des RGZM

Ebru Esmen M.A.
presse(at)rgzm.de 
  

Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM) | Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie

Das Römisch-Germanische-Zentralmuseum (RGZM) erforscht als Leibniz-Forschungsinstitut und -museum für Archäologie die materiellen Hinterlassenschaften aus 2,6 Mio. Jahren Menschheitsgeschichte. Ziel ist es, anhand archäologischer Funde und Befunde menschliches Verhalten und Handeln, menschliches Wirken und Denken sowie die Entwicklung und Veränderung von Gesellschaften aufzuzeigen und zu verstehen. Das RGZM ist weltweit tätig und betreibt bislang erfolgreich und umfassend Forschungen in verschiedenen Regionen Afrikas, Asiens und Europas, wobei ein geographischer Schwerpunkt auf Mittel- und Südeuropa sowie dem mediterranen Raum liegt. Die einzigartige Konzentration archäologischer, naturwissenschaftlicher, restauratorischer und informationstechnologischer Kompetenzen verbunden mit bedeutenden Werkstätten, Laboren und Archiven, erlaubt es dabei, objektorientierte Forschung zur Archäologie der Alten Welt (Asien, Afrika, Europa) von den Anfängen der Menschheitsgeschichte bis in die Neuzeit zu betreiben. In sechs interdisziplinären und zeitübergreifenden Forschungsfeldern werden grundlegende Fragen der Menschheitsgeschichte untersucht, die von der Evolution unseres Verhaltens bis hin zu komplexen gesellschaftlichen Systemen und Mensch-Umwelt-Beziehungen reichen. Der weit größte Teil der Menschheitsgeschichte ist uns nur über materielle Hinterlassenschaften und Spuren menschlicher Aktivität überliefert. Damit stellt dieses Vermächtnis die grundlegende Quelle des Wissens über unsere biologische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung dar.