Pressemitteilung | 1. August 2019 

V.l.n.r.: Prof. Dr. Markus Egg (Direktor der Werkstätten / Vorgeschichte des RGZM), Prof. Dr. Friederike Fless (Mitglied des Stiftungsrates, RGZM / Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts), Prof. Dr.-Ing. Gerhard Muth (Mitglied des Stiftungsrates, RGZM / Präsident der Hochschule Mainz), Univ.-Prof. Dr. Alexandra Busch (Generaldirektorin des RGZM), Stephan Reichert (Administrativer Direktor des RGZM), Staatssekretär Dr. Denis Alt, Dr. Achim Weber (Vorsitzender des Stiftungsrates, RGZM /Vertreter des MWWK / Rheinland-Pfalz), Dr. Uta Grund (Stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates, RGZM / Vertreterin BMBF).



RGZM-Doppelspitze komplett: Stephan Reichert ist neuer Administrativer Direktor

Mainz. Bei einer Feierstunde des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM), Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie, hat Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Denis Alt am 1. August 2019 den neuen Administrativen Direktor des RGZM, Stephan Reichert, in sein Amt eingeführt. Im Vorfeld fand eine Begehung der Labore und Werkstätten des RGZM statt. Dr. Alt informierte sich dabei über die Arbeit des Instituts und die aktuellen Vorbereitungen vor dem Umzug des RGZM an seinen neuen Standort im Jahr 2020.

Zum Amtsantritt überreichte Staatssekretär Alt dem neuen Administrativen Direktor des RGZM das offizielle Bestellungsschreiben der Ministerpräsidentin. In Anwesenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forschungsinstituts sowie dem Stiftungsrat des RGZM wünschte er Stephan Reichert viel Erfolg im Umgang mit den im Institut anstehenden Herausforderungen:

"Das RGZM steht nach über 160 Jahren am Standort Kurfürstliches Schloss vor immensen logistischen Herausforderungen, wenn es kommendes Jahr in seinen lange ersehnten Neubau an der Neutorstraße umzieht. Die Verlegung eines der größten und ältesten archäologischen Forschungsinstitute Deutschlands an einen neuen Standort, verbunden mit der Vorbereitung einer neuen Dauerausstellung ist ein nicht zu unterschätzender Kraftakt. Hinzu kommen die ganz alltäglichen Herausforderungen, die entstehen, wenn eine große Forschungseinrichtung modernisiert und an die neuen Anforderungen des digitalen Zeitalters angepasst werden muss. Herr Reichert ist aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen in der Wissenschaftsverwaltung beim Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim hervorragend qualifiziert, diese Herausforderungen in Angriff zu nehmen und ich wünsche ihm eine glückliche Hand bei seiner neuen Aufgabe".

Neue Führungsstruktur am RGZM

Zum Herbst wird der Direktor der Werkstätten, Prof. Dr. Markus Egg, nach über 40 Jahren in den Ruhestand treten. Die Position eines Administrativen Direktors wurde 2018 im Rahmen einer Satzungsänderung neu in die Leitungsstruktur des RGZM aufgenommen, um die administrativen Strukturen des Instituts weiter zu modernisieren und die wissenschaftliche Institutsleitung zu entlasten. Entsprechend freute sich die Generaldirektorin des RGZM, Univ.-Prof. Dr. Alexandra Busch, über die Verstärkung in der Leitung des rund 200 Personen beschäftigenden Forschungsinstituts, das über ein jährliches Haushaltsvolumen von gut zwölf Millionen Euro und eine Sammlung von rund 220.000 historischen und archäologischen Objekten verfügt: "Die Anpassung der Leitungsstruktur mit Schaffung einer Administrativen Direktorenstelle war eine dringende Notwendigkeit, um angemessen auf die vielfältigen Anforderungen reagieren und unsere Einrichtung ziel- und zukunftsorientiert weiterentwickeln zu können. Mit Stephan Reichert haben wir dafür einen kompetenten und erfahrenen Kollegen gewinnen können – ich freue mich sehr darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten."

Zur Person

Stephan Reichert studierte von 1999 bis 2006 Volkswirtschaftslehre an der Universität Trier. Die Schwerpunkte seines Studiums lagen in den Bereichen Finanzwissenschaft, Geld, Kredit und Währung. Im Anschluss arbeitete er als Referent des Vizepräsidenten für Planung und Strategie im Präsidialbüro der Universität des Saarlandes. Von April 2009 bis September 2012 war Reichert als Referent der Geschäftsführung am Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) tätig und leitete anschließend die Stabsstelle und den Servicebereich Zentrale Dienstleistungen dieses Leibniz-Instituts.

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Ebru Esmen M.A.
Tel.: 06131 / 9124 - 165
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Römisch-Germanisches Zentralmuseum  |  Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) ist eine international tätige Forschungseinrichtung für Archäologie. Auf der Grundlage aller verfügbaren Quellen erforscht es den Menschen und dessen Handeln in seinem natürlichen und kulturellen Umfeld, von der Menschwerdung in der Altsteinzeit bis in das Mittelalter. Zugunsten des Erkenntnisgewinns verbindet es dabei Geistes- und Naturwissenschaften unter Einbeziehung restaurierungstechnischer Expertise in einem interdisziplinären Ansatz. Als eines von acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft ist das RGZM zugleich ein Ort der Wissenschaft und des Dialoges mit der Öffentlichkeit: Moderne Forschung und Bildungsauftrag sind hier eng miteinander verbunden.

Das RGZM wurde im Jahr 1852 auf Beschluss der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine gegründet. Seit 1870 ist es eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Träger der Stiftung sind heute das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Mainz. Traditioneller Hauptsitz ist das Kurfürstliche Schloss zu Mainz. Darüber hinaus unterhält das RGZM inzwischen weitere Einrichtungen in Mainz, wie das Museum für Antike Schifffahrt, Mayen (VAT & LEA) und auf Schloss Monrepos bei Neuwied. Im Jahr 1977 wurde das RGZM in die „Blaue Liste“ aufgenommen und wird seither von Bund und Ländern sowie dem Land Rheinland-Pfalz gemeinsam finanziert. Seit 2002 ist es Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.