Pressemitteilung der Leibniz-Forschungsmuseen | 22. Juli 2021 



Schülerinnen und Schüler reflektieren die Globalisierung

Berlin. Bildungswettbewerb „Eine Welt in Bewegung“ von Leibniz-Forschungsmuseen und Frankfurter Allgemeinen Zeitung prämiert Erfolgsprojekte.

Mit mehr als 700 registrierten Schülerinnen und Schülern und 56 eingereichten Projektbeiträgen ist der gemeinsame Leibniz-F.A.Z.-Bildungswettbewerb „Eine Welt in Bewegung“ zu Ende gegangen. Die Gewinnerinnen und Gewinner sind an Schulen aus Braunschweig, Lahr, Schwalbach und Gau-Algesheim. Die prämierten Projekte, eine zusätzliche Shortlist mit weiteren hervorragenden Beiträgen sowie ein Einblick in die digitale Preisverleihung sind jetzt online verfügbar.

Unsere globalisierte Welt verstehen und bewegen – wie Jugendliche an diese Aufgabe herantreten, zeigten sie in ihren herausragenden Projekteinreichungen zum gemeinsamen Bildungswettbewerb der Leibniz-Forschungsmuseen und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Als Orte des Dialogs und des Wissensaustausches boten die acht Leibniz-Forschungsmuseen im Leibniz-F.A.Z.-Bildungswettbewerb Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Themen unserer Welt in Bewegung zu präsentieren. Die ausgezeichneten Projekte spannten dabei einen weiten Bogen von den „Auswirkungen der Globalisierung auf die Modeindustrie“, über einen „Frischen Wind für angestaubte Museen“ und einer „Gendernorm“ bis hin zu einer ganz besonderen „Weltreise“.

Die prämierten Projekte auf einen Blick:

1. Platz: Videoessay „Auswirkungen der Globalisierung auf die Modeindustrie und ihre Folgen“; zwei Schüler der 10. Klassenstufe des Gymnasiums Raabeschule in Braunschweig

2. Platz: Kurzfilm „Art Show: Frischer Wind für angestaubte Museen“; vier Schülerinnen und Schüler der 10. Klassenstufe des Max-Planck-Gymnasiums in Lahr

3. Platz: Podcast „Gendernorm“; vier Schülerinnen der 9. Klassenstufe der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach

Sonderpreis: Powerpoint-Ausstellung „Starten Sie die Weltreise! Erleben, ertasten, riechen und schmecken Sie die weite Welt!“; 9. Klasse der Christian Erbach Realschule plus in Gau-Algesheim

Die prämierten Projekte, die Shortlist sowie ein Einblick in die digitale Preisverleihung sind jetzt online verfügbar unter: www.leibniz-forschungsmuseen.de/leibniz-faz-bildungswettbewerb-ergebnisse


Im  Wettbewerb zum Thema „Eine Welt in Bewegung“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen drei Monaten eingehend mit den Auswirkungen der Globalisierung. Die Teilnehmenden untersuchten diese an Hand von Alltagsgegenständen, erforschten die Herkunft von Objekten oder entwickelten Ideen zum Museum der Zukunft. Die Ergebnisse waren vielfältig, sorgfältig recherchiert und außerordentlich kreativ. So wurden unter anderem Videos, Podcasts, Filme, Aufsätze, Flyer, vertonte Powerpoint-Präsentationen sowie ein Brief an den Bundestag eingereicht. Mit welchem Engagement die Gruppenbeiträge trotz Distanz- und Wechselunterricht erarbeitet wurden, beeindruckte die Jury, bestehend aus Mitarbeitenden der Leibniz-Forschungsmuseen, des Projektpartners F.A.Z. sowie der Bildungsagentur Helliwood. Die Erfolgsprojekte zeigten, wie kreativ und kompetent Jugendliche im Umgang mit verschiedenen Medien sind. Sie präsentierten ihre Themen gekonnt im passenden Format, sei es ein Video, Podcast oder eine Powerpoint-Ausstellung. Zudem überzeugten sie mit der inhaltlichen Tiefe ihrer Beiträge und machten deutlich, dass sie als Jugendliche unsere globalisierte Welt verstehen und mitgestalten wollen. „,Vom Wissen zum Handeln‘  ̶̶  dieses wesentliche Handlungsfeld der Leibniz-Forschungsmuseen griffen viele Schülerinnen und Schüler in ihren Wettbewerbsbeiträgen intuitiv auf“, hob Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, bei der digitalen Preisverleihung des Wettbewerbs anerkennend hervor.

Der Bildungswettbewerb von Forschungsmuseen und F.A.Z. fand im Rahmen des gemeinsamen Aktionsplans der acht Leibniz-Forschungsmuseen statt. Zusammen wollen diese den Austausch über aktuelle Themen wie Klimawandel und Globalisierung interdisziplinär und generationenübergreifend stärken – national und international. Aus den Beiträgen der Schülerinnen und Schüler konnten die Museen auch Inspiration für ihre Forschungs-, Sammlungs- und vor allem Vermittlungsarbeit mitnehmen.

„Euer Beitrag vereinigt viele Aspekte, die für unsere alltägliche Arbeit in den acht Leibniz-Forschungsmuseen wesentlich sind“, betonte Lena Hofer, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin des Aktionsplans am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, bei der digitalen Preisverleihung in ihrer Laudatio zu den Erstplatzierten: „Ihr betrachtet und ermöglicht unterschiedliche Perspektiven und ihr bringt eine Fragestellung ein, die für unsere museale Arbeit besonders wichtig ist: Was können wir aus der Vergangenheit lernen, um es in Zukunft anders und hoffentlich besser machen zu können?“

Mit Zuschüssen für die Klassenkasse und Spezial-Eintrittskarten zu allen acht Leibniz- Forschungsmuseen in ganz Deutschland können die Schülerinnen und Schüler nun in die Sommerferien starten. Die Leibniz-Forschungsmuseen und die F.A.Z. gratulieren den Gewinnerinnen und Gewinnern und danken allen Teilnehmenden für ihre Projekteinreichungen.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Aktionsplan Leibniz-Forschungsmuseen

Elisabeth Habisch
Tel.: 030 / 20 60 49 – 655
Mobil: +49 173 39 34 537
habisch(at)leibniz-gemeinschaft.de 

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft

Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort(at)leibniz-gemeinschaft.de 

Acht Leibniz-Forschungsmuseen – ein Aktionsplan

Die Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft sind Forschungseinrichtungen zur Erdgeschichte und Artenvielfalt, zur Kultur- und Technikgeschichte mit einem klaren gesellschaftlichen Auftrag. Sie ermöglichen lebendige Teilhabe an wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den zentralen Fragen unserer Gegenwart und stärken auf diese Weise den Aufbau einer demokratischen Wissensgesellschaft. Im „Aktionsplan Leibniz-Forschungsmuseen“ entwickeln sie gemeinsam innovative Strategien, Aktionsräume und Programme. Aktivitäten finden dabei an den Museen und neuen Orten, analog und digital statt. Zudem arbeiten die Museen im Aktionsplan an Einzel- und Gemeinschaftsprojekten, in Kooperation mit externen Partnern sowie interdisziplinär und international. Das Ziel der Museen ist es, Austausch und Dialog über große globale Herausforderungen unserer Zeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern und breite Gesellschaftsschichten „barrierefrei“ anzusprechen. Bei gemeinsamen Aktivitäten erfolgt dies unter der Überschrift „Eine Welt in Bewegung“ zu den Themen Mobilität – Migration – Bewegung. Ermöglicht wird der Aktionsplan durch eine Sonderfinanzierung auf Beschluss des Bundestages vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Bundesländern, in denen die Forschungsmuseen ihren Sitz haben. 

  • Deutsches Bergbau-Museum Bochum (DBM) – Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen
  • Deutsches Museum (DM), München
  • Deutsches Schifffahrtsmuseum (DSM) – Leibniz-Institut für Maritime Geschichte, Bremerhaven
  • Germanisches Nationalmuseum (GNM) – Leibniz-Forschungsmuseum für Kulturgeschichte, Nürnberg
  • Museum für Naturkunde Berlin (MfN) – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung
  • Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM) – Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie, Mainz
  • Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN), Frankfurt am Main, Görlitz, Dresden
  • Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig (Museum Koenig) – Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels

Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 eigenständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen   u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen knapp 21.000 Personen, darunter fast 12.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei zwei Milliarden Euro.
www.leibniz-gemeinschaft.de